Der Ernst-Thälmann-Park. Komplexe Planungen für ein Prestigeobjekt.

Der Ernst-Thälmann-Park. Komplexe Planungen für ein Prestigeobjekt.
[ongoing]

Der Ernst-Thälmann-Park. Komplexe Planungen für ein Prestigeobjekt, Video by Peter Zach, 2020.

Anlässlich von 100 Jahren Groß-Berlin wird eine Ausstellung zu sozialistischen Stadtplanung in Ost-Berlin anhand der Entstehungsgeschichte des Ernst-Thälmann-Parks in Prenzlauer Berg gestaltet. „Planungen zum Thälmannpark“ (Arbeitstitel) werden gegen Ende 2020 im Zeiss-Großplanetarium gezeigt. Auf großformatigen Roll-Ups werden zum ersten Mal mit zweisprachigen Texten und Bebilderungen Repros von Plänen, Zeichnungen, Fotos, Dokumenten veröffentlicht. Ziel der Ausstellung ist es, die Geschichte der Planung und Ausführung des Parks in den 1970er und 1980er Jahren darzustellen. Die Zielgruppen des Projekts sind AnwohnerInnen aller Generationen und BerlinerInnen anderer Bezirke sowie Berlin-BesucherInnen mit stadt-, architektur- und zeithistorischen Interessen.

Thälmannpark nach der Fertigstellung (Diafilm), Berlin, 1986.

Prof. Christa Petroff-Bohne

Christa Petroff-Bohne – Die Schönheit der Form
[Finished 2020]

Christa Petroff-Bohne ist die wohl einflussreichste deutsche Designerin der fünfziger und frühen sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Ihre Entwürfe sind legendär. Sie hat das Moderne, das Offene, das Haltbare und für den Gebrauch zutiefst Durchdachte ins Nachkriegsleben gebracht. Dinge für die Zukunft. Entworfen für eine Schönheit im Gebrauch. Sie wollte die Spießigkeit aus Restaurants, Mitropa-Waggons, Wohnungen und Arbeitsstätten vertreiben. Sie hat die Alltagskultur verändert.

Christa Petroff-Bohne, Schönheit der Form [Beispielseite], Berlin, 2020.

Schönheit der Form
Die Designerin Christa Petroff-Bohne

Herausgegeben von Silke Ihden-Rothkirch und Jörg Petruschat
2020, 288 Seiten, deutsch, 353 Abbildungen (Farbe, s/w)
Klappenbroschur, 20,5 x 30,5 cm
ISBN 978-3-947045-17-4
49,00 Euro 

Mit Beiträgen von Angelika Petruschat, Silke Ihden-Rothkirch, Christa Petroff-Bohne und Jörg Petruschat · Fotografien von Georg Eckelt, Heike Overberg, Ulrich Wüst, Christian Brachwitz u. a. · Gestaltung: Sophie Alex

Gefördert durch: STIFTUNG NEUE KULTUR, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, weißensee kunsthochschule berlin

Black Berlin Biennale 2020

Black Berlin Biennale 2020
[Finished]

Ziele der Black Berlin Biennale [Text: Projektleiter Michael Küppers-Adibisi]

Ziel ist es, Diskurse anzuregen, die die Aufarbeitung historischer Präsenzen Schwarzer Minderheiten in Deutschland fördern. Das Projekt zeigt intersektionale Verknüpfungen zwischen Namibia-Genozid (Kaiserreich), Holocaust (Nazi-Deutschland), Brown Babys (BRD), Gastarbeitern (BRD), Mad Germans (DDR), Pogrome (vereinigtes Deutschland) und aktuellen Black Lives Matter – Bewegungen. Täglich führen wir Gespräche mit Besucher*Besucherinnen aus In- und Ausland durch, die oft erst so von den historischen Fakten erfahren. Gesprächsbedarf und Nachfrage ist enorm. Das Projekt will dazu beitragen, einen Anfangspunkt für eine ergebnisoffene gesellschaftliche Diskussion des Kolonialismus und des damit ursächlich verknüpften institutionellen und strukturellen Rassismus in allen deutschen Staatsformen anzustoßen. Auch in der deutschen Gesellschaft der Gegenwart.

Fassadeninstallation am zukünftigen Berlin Global Village, Neukölln, Berlin, 2020.

Intervention im öffentlichen Raum als Methode

Das Kunsthaus KuLe und seine Fassade sind ein zentraler Knotenpunkt in Berlin Mitte. Für viele Berliner täglicher Anlaufpunkt auf Ihren Wegen durch die Stadt, und wird mit Berlins Weltoffenheit, kosmopolitischen Geist und mit internationalen Austausch verbunden. Insbesondere zur Zeit der Biennale und aufgrund der Nähe zu den KunstWerke ist die Location auch ein Touristen-Magnet und sehr beliebt. Die exponierte Lage erreicht und überrascht viele Menschen, die im „schicken“ Bezirk Mitte explizit Schwarzes Kulturinput mit dekolonialen Inhalten nicht erwarten. Das ca. 12,5 x 10,0 m große Black Berlin Biennale 2020 Plakat ist auf direkte Kommunikation im öffentlichen Raum ausgelegt. Es soll provozieren und Diskussionen anregen und wird somit zu einer eigenständigen Intervention in den öffentlichen Raum hinein. Es zielt als künstlerisches Werk über die Funktion einer Ausstellungsankündigung hinaus auf eine direkte Vernetzung mit dem jeweiligen Lauf-Publikum vor Ort und erweitert damit die etablierten Szenen politischer Bildung. Dies wirkt visuell über einen Zeitraum von zwei Monaten. Die regionale Tagespresse und überregionale Medien sollen als Multiplikator*Multiplikatorin wirken. Fassadenkunst – Intervention im Öffentlichen Raum ist ein eigenständiger und sehr spezifischer von den lokalen Begebenheiten abhängiger Teil der Black Berlin Biennale.